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Die Ära der Fiskalisierung 2.0 ist kein „angekündigtes Projekt“ mehr – sie ist unser geschäftlicher Alltag. Jetzt, da die ersten Monate der Anwendung des neuen Gesetzes hinter uns liegen, beschäftigt eine operative Frage die Unternehmer am meisten: die fortlaufende Nummerierung von Rechnungen.
Wenn Sie ein einziges Kassengerät für alle Arten von Transaktionen verwenden, sieht Ihre buchhalterische Reihenfolge ordentlich aus (1, 2, 3…), aber in den Systemen der Steuerverwaltung wirkt die Situation „lückenhaft“.
Wie verwaltet man B2C-Transaktionen (Fiskalisierung 1.0) in Kombination mit e-Rechnungen und Exporten richtig, ohne durch scheinbare Lücken im Zähler den Verdacht von Prüfern zu erregen?
Die neue Realität der Fiskalisierung 1.0: Nicht nur für Bargeld
Die größte Veränderung, die wir am 1. Januar dieses Jahres gespürt haben, betrifft das B2C-Segment (Rechnungen an Privatpersonen).
Bis 2026 galt die Regel: Wenn ein Bürger per Überweisung (auf ein Transaktionskonto) zahlt, ist keine Fiskalisierung erforderlich. Diese Regel gilt nicht mehr.
Wenn Sie heute eine Rechnung an eine natürliche Person (Bürger) ausstellen, gelangt diese automatisch in das System der Fiskalisierung 1.0, unabhängig davon, ob der Kunde bar an der Kasse oder per Online-Banking von zu Hause aus bezahlt. Jede solche Rechnung muss im Moment der Ausstellung eine JIR (Einmalige Rechnungsnummer) und einen QR-Code aufweisen. .
Hier stoßen wir auf die größte operative Herausforderung: das Mischen von Äpfeln und Birnen in derselben Zahlenreihe
Anatomie der „Lücke“ im Zähler: Ein Praxisbeispiel
Stellen wir uns einen typischen Tag in einem kroatischen Unternehmen vor, das eine einzige numerische Reihenfolge auf einem Kassengerät verwendet.
- Rechnung Nr. 1: Sie stellen eine Rechnung an einen Bürger aus (B2C).
- Status: Geht an das System der Fiskalisierung 1.0. Erhält eine JIR.
- Rechnung Nr. 2: Sie stellen eine Rechnung an ein inländisches Unternehmen aus (B2B).
- Status: Wird als e-Rechnung (Fiskalisierung 2.0) über einen Informationsvermittler versendet.
- Rechnung Nr. 3: Sie stellen eine Rechnung an ein ausländisches Unternehmen aus (Export).
- Status: Geht nicht in Echtzeit weiter (bleibt in Ihren Unterlagen).
- Rechnung Nr. 4: Wieder eine Rechnung an einen Bürger (B2C).
- Status: Geht an das System der Fiskalisierung 1.0.
Was sieht die Steuerverwaltung, wenn sie nur das Modul für die Fiskalisierung 1.0 (Bargeldverkehr) betrachtet?
Sie sieht Rechnung Nr. 1 und dann sofort Rechnung Nr. 4 4.
Die Nummern 2 und 3 fehlen. Das ist diese berüchtigte „Lücke“, die Unternehmer fürchten.
Das ist diese berüchtigte „Lücke“, die Unternehmer fürchten. Ist das ein Vergehen?
Nein, vorausgesetzt, Sie haben eine ordnungsgemäße Dokumentation.
Das System der Steuerverwaltung ist nun integriert. Obwohl Modul 1.0 eine Lücke zwischen 1 und 4 sieht, weiß das zentrale System, dass Rechnung Nr. 2 über den e-Rechnungskanal eingegangen ist. Rechnung Nr. 3 (Ausland) ist über Ihre MwSt.-Formulare und das Ausgangsrechnungsbuch sichtbar.
Um jedoch unangenehme Fragen und Nachweise bei einer Prüfung zu vermeiden, ist es entscheidend, wie Sie Ihre interne Struktur eingerichtet haben.
Wie löst man das Problem elegant? (Das Modell der „Virtuellen Geräte“)
Anstatt alle Rechnungen in einer Reihe zu mischen, hat sich in diesen wenigen Monaten des Jahres 2026 als beste Praxis herauskristallisiert, separate Kassengeräte innerhalb desselben Geschäftsraums zu verwenden.
Obwohl Sie physisch an einem Computer arbeiten, definieren Sie in der Software und im internen Rechtsakt drei Gerätekennzeichnungen:
- Gerät 01 (Für Bürger/B2C): Hierhin kommen alle Rechnungen, die eine JIR benötigen (Bargeld + Überweisungen von Bürgern). Die Reihenfolge lautet: 1, 2, 3… ohne Unterbrechung.
- Gerät 02 (Für Unternehmen/B2B): Hierhin kommen nur e-Rechnungen. Die Reihenfolge lautet: 1, 2, 3… ohne Unterbrechung.
- Gerät 03 (Ausland): Hierhin kommen Exportrechnungen. Die Reihenfolge lautet: 1, 2, 3… ohne Unterbrechung.
Vorteile dieses Ansatzes:
- Keine Lücken: Jeder Kanal hat seine perfekte Reihenfolge.
- Leichtere Kontrolle: Sie sehen sofort, wie viele Rechnungen Sie in welchem System ausgestellt haben.
- Saubere Berichte: Die Steuerverwaltung weiß genau, dass Gerät 01 nur für F1.0 dient und erwartet dort keine B2B-Rechnungen.
Was tun, wenn Sie bereits mit einer einzigen Reihe begonnen haben?
Wenn Sie das Jahr mit einer gemischten Reihenfolge begonnen haben, machen Sie sich keine Sorgen. Sie begehen keinen Verstoß, müssen aber sicherstellen, dass Ihr interner Rechtsakt zur Fiskalisierung (den Sie in Ihren Geschäftsräumen aufbewahren müssen) diese Logik klar beschreibt.
In dem Rechtsakt muss ein Satz stehen wie:
„Alle Rechnungen werden in einer einheitlichen numerischen Reihenfolge auf dem Kassengerät Nr. 1 ausgestellt, unabhängig vom Kundentyp. Unterschiede in der Reihenfolge der Datenübermittlung an das System der Steuerverwaltung ergeben sich aus den unterschiedlichen gesetzlichen Protokollen für B2C (Fiskalisierung 1.0), B2B (Fiskalisierung 2.0) und Auslandstransaktionen.“
Fazit: Automatisierung ist der Schlüssel
Im Jahr 2026 ist das manuelle Nachdenken darüber, „wohin welche Rechnung geht“, ein Risiko. Ihre Software muss diejenige sein, die basierend auf der OIB (Steuernummer) oder dem Partnertyp automatisch die richtige Gerätenummer zuweist und die Daten an die richtige API sendet (F1.0 für Bürger, Vermittler für Unternehmen).
Lücken im Zähler sind nur dann ein Problem, wenn Sie sie nicht erklären können. Wenn sie das Ergebnis der rechtmäßigen Anwendung unterschiedlicher Steuersysteme sind und Ihr Ausgangsrechnungsbuch (KIR) alle Nummern beisammen hat – ist Ihr Geschäft völlig sicher.
Die Vizibit e-Račun-Anwendung unterstützt die Ausstellung von Rechnungen im Endverbrauch (B2C, F1.0 Fiskalisierung) und e-Rechnungen (B2B, F2.0 Fiskalisierung)
Die Vizibit e-Račun-Anwendung unterstützt die Ausstellung von Rechnungen im Endverbrauch (B2C, F1.0 Fiskalisierung) und e-Rechnungen (B2B, F2.0 Fiskalisierung). Ein kurzes Video zur Ausstellung von F1- und F2-Rechnungen können Sie hier ansehen.
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